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Mit Georg Friedrich Händels „Messiah“ und Antonio Vivaldis „Gloria“ stellt die Stiftsmusik Klosterneuburg zwei zentrale Meisterwerke des Barock in den Mittelpunkt ihres Adventkonzerts. Beide Werke verbinden die Klangpracht des 18. Jahrhunderts mit Texten, die unmittelbar auf das Weihnachtsfest hinführen.
Der erste Teil von Händels 1741 entstandenem Oratorium „Messiah“ ist der Verheißung und der Geburt Christi gewidmet. Aus den prophetischen Texten des Alten Testaments entwickelt sich Schritt für Schritt die Weihnachtsgeschichte. Händel gestaltet sie im Wechsel von Rezitativen, Arien und Chören – vom tröstlichen Beginn „Comfort ye“ über die Verkündigung an die Hirten bis zum abschließenden Jubel über die Geburt Christi.
Antonio Vivaldis „Gloria“ RV 589 gehört zu den bekanntesten geistlichen Kompositionen des venezianischen Meisters. Der lateinische Lobgesang aus der Messliturgie, der seinen Ursprung in der Weihnachtsgeschichte nach Lukas hat, wird in zwölf Sätzen entfaltet: Festliche Ohrwürmer wie der Beginn „Gloria“ stehen dicht neben intensiven dissonanzreichen Abschnitten, wie das „et in terra pax“.
Es musiziert das Freund(t)-Ensemble (Chor und Orchester) auf historischen Instrumenten, wodurch die Klangsprache des 18. Jahrhunderts in ihrer Transparenz und Differenziertheit besonders hervortritt.