Farbenpoesie
Feb
24

Farbenpoesie

Congress Innsbruck, Saal Tirol Innsbruck, Österreich
  • #Konzert
18 € - 22 €

Veranstaltungsort

Congress Innsbruck, Saal Tirol Rennweg 3, 6020 Innsbruck, Österreich
Karte anzeigen

Aktionen

Informationen

Eventdetails

Sinfonisches Blasorchester Tirol

Jan Van der Roost
Colores, Symphonic Variants

Kevin Houben
The Lost Labyrinth
Nach dem Miserere von Gregorio Allegri

Hardy Mertens
Variazioni Sinfoniche su Non Potho Reposare
Nach einem sardischen Liebeslied

Bernhard Schlögl, Dirigent
Elisabeth de Roo, Sopran

Zeitgenössische Musik trifft auf eine charakterstarke Stimme!
Wenn unser Landesauswahlorchester, das Sinfonische Blasorchester Tirol, gemeinsam mit der Sopranistin Elisabeth de Roo musiziert, entsteht eine tiefe Verbundenheit und Hingabe. Das Publikum erwartet zeitgenössische Musik mit gleich zwei österreichischen Erstaufführungen. Colores (2022) von Jan Van der Roost (*1956) ist eine abstrakte Komposition: ohne Handlung, Szenario oder eine programmatische Inspiration. Die Musik spricht für sich, in vielen verschiedenen Klangfarben außergewöhnlichen Effekten und spiegelt damit die Diversität innerhalb unserer Gesellschaft und Natur wider.
Das Labyrinth fasziniert durch seine Symbolik und besonders als Instrument, sich selbst näher zu kommen und mehr über sich zu erfahren. Es ist ein uraltes und archetypisches Sinnbild menschlicher Wegsuche – als Weg der Selbstfindung und Individuation, als Sehnsuchts- und Findungssymbol, als Paradoxie menschlicher Glaubens- und Lebenserfahrungen sowie als Ausdruck von Extremsituationen und Schicksalsschlägen. Die Musik von Kevin Houben (*1977), der The Lost Labyrinth (2014) komponierte, basiert auf dem mittelalterlichen Miserere (Psalm 51) von Gregorio Allegri und bringt mit der Sopranistin Elisabeth de Roo ein kraftvolles und emotionales Plädoyer für Vergebung und Erlösung.
Non Potho Reposare ist eine Melodie, die Giuseppe Rachel 1921 zu einem Gedicht von Salvatore Sini komponierte. Eine einfache Musik für einfache Leute, die nach und nach Pathos und einen tiefgründigen Inhalt bekam. Zu Beginn der 1950er Jahre führte die Armut der Sarden zu einer massiven Auswanderung auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen. Sardinien wurde für die Industrieländer Europas zu einem Reservoir an Arbeitskräften. Vor allem die Kohlebergwerke in Belgien, Holland und Deutschland boten den Sarden eine Überlebenschance, aber auch einen Zustand der Marginalisierung, der stets mit großer Würde gelebt wurde. Und so nimmt die Nostalgie einen ergreifenden Charakter an: Die Heimat wird zur Geliebten und ein Liebeslied wird zu einem Lied der Trauer und der Hoffnung. Selbst für diejenigen, die die Erfahrung der Auswanderung nicht gemacht haben, repräsentiert Non Potho Reposare jenes starke Gefühl der Zugehörigkeit. Hardy Mertens (*1960) schuf mit Variazioni sinfoniche su „Non Potho Reposare“ (2001) ein Meistwerk, in dem auch zwei Celli solistisch in Erscheinung treten.

Sinfonisches Blasorchester Tirol

Veranstalter von Farbenpoesie
Veranstaltungsort von Congress Innsbruck, Saal Tirol
Adresse
Congress Innsbruck, Saal Tirol Rennweg 3, 6020 Innsbruck, Österreich
Wegbeschreibung

Veranstaltungsort

Congress Innsbruck, Saal Tirol Rennweg 3, 6020 Innsbruck, Österreich
Karte anzeigen

Online Tickets

  • Vorverkauf22,00
  • Ermäßigung18,00

Andere interessante Events